Die Fachschule für Technik in Gelnhausen und die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) freuen sich, eine bahnbrechende Kooperation bekannt zu geben.
Diese Partnerschaft zielt darauf ab, die Leistungen von Absolventen der Fachschule für Technik anzuerkennen und ihnen den nahtlosen Übergang in das Bachelorstudium an der THWS zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Kooperation wird den Absolventen der Fachschule für Technik die Möglichkeit geboten, ihre Leistungen im Bereich Kunststofftechnik im Bachelorstudium an der THWS standardisiert anerkennen zu lassen.
Dieser Schritt unterstreicht die Wertschätzung der Fachkenntnisse und Fähigkeiten, die die Absolventen während ihrer Ausbildung erworben haben.
Als Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen beiden Bildungseinrichtungen fand eine feierliche Urkundenübergabe statt, bei der Herr Professor Jaeger als Vertreter der THWS anwesend war. Diese Zeremonie würdigte nicht nur die erreichten Erfolge der Absolventen, sondern symbolisierte auch den Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Fachschule für Technik und der THWS.
Durch diese Kooperation wird nicht nur die Möglichkeit geschaffen, sich im Bereich Kunststofftechnik weiterzubilden, sondern auch die Durchlässigkeit zwischen der Fachschule und dem Studium an der THWS erhöht. Dieser Schritt trägt dazu bei, den Bildungsweg für technikbegeisterte Studierende zu erleichtern und die Verbindung zwischen der praxisorientierten Ausbildung und dem akademischen Studium zu stärken.

v.L.n.R S.Klug, S.Otterbein, Schulleiter R.Flach, Prof. Jaeger THWS, Abteilungsleiter A.Flach, S.Schmidt, G.Schillinger, A.Zenn, M.Aul

Die Grundstufe der Technikerschule für Kunststoff- und Kautschuktechnik in Gelnhausen, hatte am Mittwoch, den 13.03.2024, das Privileg im Rahmen einer Exkursion die renommierte Firma Arburg in ihrem Hauptsitz Loßburg zu besuchen. Die Firma Arburg gehört zu den weltweit führenden Maschinenbauern im Bereich von Kunststoffspritzgussmaschinen mit integrierten Roboter- und Handlingsystemen.

Die Exkursion startete am Dienstag, den 12.03.2024, mit einer Besichtigung der malerischen Schwarzwaldgemeinde Freudenstadt und bot den Studierenden der Technikerschule Einblicke in die Geschichte sowie die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zum Abschluss des Tages hatten die Studierenden die einmalige Gelegenheit, bei einem Abendessen in der Gaststätte Turmbräu, dem ehemaligen Technikerschüler und nun bei der Firma Arburg, im Bereich des Project Engineerings beschäftigten Herrn Sebastian Behrens, Fragen über dessen beruflichen Alltag sowie seinen Werdegang nach seinem Abschluss an der Technikerschule Gelnhausen, zu stellen.

Beeindruckt von den breitgefächerten Möglichkeiten, die ein Technikerabschluss im Bereich der Kunststoff- und Kautschuktechnik mit sich bringt, stellte Herr Behrens den Technikerschülern und seinen ehemaligen Lehrkräften voller Stolz den Hauptsitz der Firma Arburg in Loßburg vor. Hier konnte sich zunächst ein Bild über die Neuentwicklungen im Bereich der Spritzguss- Werkzeugformen- und Automatisierungstechnik sowie des 3D-Drucks gemacht werden. Im Anschluss an diese Vorstellung der technologischen Neuheiten war eine Firmen- und Produktionsbesichtigung der Firma Arburg geplant. Auf dieser Besichtigung konnten die Technikerschüler sowie deren Lehrkräfte die einzelnen Produktionsschritte vom Rohmaterial bis zur fertigen Spritzgussmaschine bestaunen. 

Gestartet wurde der Betriebsrundgang in der zerspanenden Fertigung, wo alle Drehteile wie Holme und Antriebseinheiten gefertigt und oberflächenbehandelt wurden. Anschließend folgte die Herstellung der Blechbauteile, die durch Umformen und Tiefziehen in ihre endgültige Form gebracht wurden. Im Nachgang wurde der Zusammenbau der elektrischen und hydraulischen Komponenten bestaunt. Besonders fiel hier die enorme Eigenfertigungstiefe von über 60% ins Auge, bei der die Firma Arburg sogar ihre Leiterplatten und Elektronikbauteile in eigener Produktion herstellt. Zum Abschluss des Betriebsrundgangs folgte der Zusammenbau der einzelnen Baugruppen zur fertigen Spritzgussmaschine, welche teilweise noch mit Roboter- und Handlingsystemen versehen wurde, um eine vollautomatisierte Fertigung, Entnahme und Weiterleitung der Bauteile zu ermöglichen. Zum Ende dieser zweitägigen Exkursion waren alle Teilnehmer der einhelligen Meinung, dass dieser Einblick in die Produktion und die Prozesse der Firma Arburg, eine inspirierende Erfahrung war, die die Bedeutung von Innovation, Qualität sowie Ausbildung von spezialisierten Fachkräften in der Welt der Kunststofftechnik verdeutlicht hat.

Die Firma Arburg ist zweifellos ein Vorreiter in der Branche und setzt Maßstäbe für andere Unternehmen. Die Studierenden der Technikerschule verlassen diese Exkursion mit einem tieferen Verständnis für Technik und Prozesse hinter den Kulissen eines führenden deutschen Maschinenbauers sowie mit einer großen Begeisterung für ihre Zukunft in der Kunststoff- und Kautschukindustrie. 

Ausgezeichnete Experten

Am 22.-23.02.2024 begab sich eine Abordnung von Lehrkräften der Technikerschule für Kunststoff- und Kautschuktechnik in Gelnhausen auf eine Fortbildung zur renommierten Firma Meusburger in Österreich, ein Unternehmen im Bereich der Normalienherstellung von Spritzguss- und Stanzwerkzeugen. Das Ziel der Reise war es, einen vertieften Einblick in die Herstellung von Spritzgießwerkzeugnormalien für die Kunststoff- und Kautschukindustrie zu bekommen und die Möglichkeit von Kooperationsprojekten mit der Fachschule für Technik sowie die Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften im Bereich der Kunststoff- und Kautschuktechnik weiter zu vertiefen.
Die Firma Meusburger, mit Hauptsitz in Wolfurt Österreich, hat sich weltweit einen Namen als Partner für hochpräzise Normalien und Standardkomponenten gemacht. Weltweit beschäftigt das Unternehmen Meusburger 1600 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 327 Mio. € erwirtschaftet.
Bei der Ankunft im malerischen Bregenzerwald, wurden die Lehrkräfte der Technikerschule herzlich von Gebietsverkaufsleiter Herrn Patrick Dicarolo empfangen und zunächst in die Unternehmensgeschichte sowie die Philosophie der Firma Meusburger eingeführt. Anschließend bekamen die Lehrkräfte der Beruflichen Schulen Gelnhausen das neu entwickelte WIVIO der Firma Meusburger vorgestellt, dass Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen im Bereich des Wissensmanagement unterstützt und Lösungen im Bereich der Datenverwaltung und Organisation anbietet. Hier wurden erste Ideen für eine Anwendung an den Beruflichen Schulen Gelnhausen erörtert und vertieft.
Ein weiterer Schwerpunkt der Firmenexkursion lag auf der Besichtigung der Produktion von Spritzgusswerkzeugnormalien, die in der Ausbildung der Studierenden der Technikerschule im Bereich der Konstruktion eine zentrale Rolle spielen. Zunächst konnte das Lager der Firma Meusburger bestaunt werden, in dem Fertigerzeugnisse im Wert von ca. 210 Mio. € auf den Abruf und Weiterverarbeitung beim Kunden lagern. Hier liegt auch eine der Erfolgsformeln der Firma Meusburger, die es dem Unternehmen möglich macht, Kunden ad hoc mit qualitativ hochwertigen Normalien zu beliefern und so eine just in time Liefer- und Produktionskette ermöglicht. Anschließend wurden die Produktionsstationen von den im Rohzustand befindlichen 6 Meter Stahlbrammen bis hin zur fertig geschliffenen und aufs hundertstel genau gefertigten Werkzeugplatte bestaunt. Hier fiel die extrem ausgeprägte Fertigungstiefe ins Auge, bei der alle Fertigungsschritte und somit auch das über Jahrzehnte aufgebaute Know-how in der Firma Meusburger verbleiben.
Abschließend wurde über die Umsetzung zweier Projekte im Bereich der Spritzgusswerkzeug Fertigung sowie Konstruktion gesprochen. Hier ist es ein Anliegen der Beruflichen Schulen Gelnhausen, den Studierenden der Fachschule mit praxisnahen Projekten von der Artikel- und Spritzgusswerkzeugkonstruktion über die maschinelle Fertigung der Stahlform, bis hin zum daraus entstehenden Kunststoffspritzgussbauteil einen realitäts- und industrienahen Einblick in die Abläufe zu vermitteln. Mit Unterstützung der Firma Meusburger sollen in den nächsten Jahren zwei Spritzgießwerkzeuge, eins mit Innendrucksensorik zur gezielten Überwachung und Steuerung des Spritzgießprozesses sowie ein Backenspritzgießwerkzeug mit integrierter Heißkanaltechnik und anschließender optischer Prozessüberwachung der Kunststoffartikel umgesetzt werden.
Die Lehrkräfte der Technikerschule Gelnhausen waren zum Abschluss der Fortbildungsreise er einhelligen Meinung, mit der Firma Meusburger einen hochkarätigen Partner im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Technikern für die Kunststoff- und Kautschukindustrie gewonnen zu haben, mit dem in den nächsten Jahren wegweisende Kooperationsprojekte in den Bereichen Konstruktion, Simulation, Fertigung und Spritzguss sowie des Wissensmanagements initialisiert werden.

Die Lehrkräfte der Technikerschule für Kunststoff- und Kautschuktechnik in Gelnhausen. Von links, Herr Otterbein, Fachkoordinator der Technikerschule Herr Klug und Abteilungsleiter Herr Flach sowie Gebietsverkaufsleiter Herr Patrick Dicarolo

Ausbildung der Ausbilder (AdA) IHK-Zertifikatsausgabe

In der vergangenen Woche legten die Studierenden der Fachschule für Technik ihre Ausbildereignungsprüfung ab. Bevor es so weit war, mussten die Studierenden 120 Unterrichtsstunden, Berufs- und Arbeitspädagogik absolvieren.
Ein Ziel der Weiterbildung in der Zweijährigen Fachschule ist es, Fachkräfte mit Berufserfahrung für Führungsaufgaben in mittleren Funktionsbereichen zu befähigen. Die hierfür erforderliche Handlungskompetenz können die Studierenden im Unterrichtsfach Berufs- und Arbeitspädagogik erweitern. Dies gilt insbesondere für die Kompetenzbildung im personalen und sozialen Bereich.
Die Prüfungsteilnehmer legten ihre schriftliche und praktische Prüfung vor dem Prüfungsausschuss der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern ab. Die Gesamtorganisation lag in den Händen von Maik Bartsch, Ausbildungsberater der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Kursleiterin Kristin Lindenberger.

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